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Alle machen Podcast. Brauchen wir auch einen?

Frank meint, vieles spricht dafür. Ein Grund sticht dabei heraus: hören geht auch nebenbei. Im Auto, beim Joggen und auch bei der Arbeit. Man muss nicht wie beim Bewegtbild konzentriert auf den Computer oder das Handy gucken. „Geht ins Ohr, bleibt im Kopf“ – dieser Werbeclaim für das Radio bringt es auf den Punkt. Nicht zu vergessen ist der Kostenfaktor. Auch ein Unternehmen aus dem Mittelstand mit eher kleinem Marketingbudget kann ohne großen Aufwand Podcasts in hervorragender Qualität produzieren. Dieses hohe Niveau fällt natürlich immer positiv auf die Marke oder das Unternehmen zurück. Bleibt ein kleiner Wermuthstropfen: Wer in Social Media noch keine große Reichweite hat, macht einen Podcast, den keiner hört

Vieles spricht dagegen, meint Roman. Drei Gründe sind hervorzuheben. Erstens die Flut an Podcasts, zuletzt auch befeuert durch den Hype um Clubhouse. Man fragt sich, wer das alles hören soll. Zweitens: Ein Podcast, der Menschen respektive Kunden abholen oder begeistern will, muss spannende, anregende, nützliche oder wertvolle Inhalte liefern. Wer die erstellen will, um sich eine Hörerschaft aufzubauen, muss regelmäßig viel Energie in Konzeption und Produktion stecken – oder das Ganze outsourcen. Und drittens: Wenn die Marketingmittel beschränkt sind, was im Grunde ja immer der Fall ist, ist Fokus wichtig. Lieber weniger Kanäle richtig bespielen, als immer und überall dabei sein wollen. Dann ist man meist nur zweite oder dritte Geige.

Podcast ja oder nein? Sag mal, wie du dazu stehst oder welche Erfahrungen du gemacht hast.

Roman und Frank sind sich in einem Punkt stets einig: Neue Lösungen beginnen immer mit Kontroversen.


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